Kloster erleben

Von Gänsekiel und Drachenblut.
Im mittelalterlichen Skriptorium

Ausstellung vom 24.02. - 17.06.2018

Wollte man im Mittelalter, vor der Erfindung des Buchdrucks, ein Buch vervielfältigen, musste es mit der Hand abgeschrieben werden. Vor dem 13. Jh. entstanden fast alle Bücher in Klöstern. Große Klöster besaßen ein Skriptorium, eine Schreibstube, und beschäftigten Schreiber und Buchmaler, die auf die Buchherstellung spezialisiert waren. Nur Mönche konnten damals Latein lesen und schreiben, fast alle Laien waren Analphabeten. Zu großen Klöstern gehörte auch eine Bibliothek, in der neben der Bibel die Schriften der Kirchenväter und antike Texte zu Philosophie, Literatur, Geschichte, Medizin und Naturkunde vorhanden waren. Nur die wohlhabenden Klöster konnten sich die teuren Materialien zur Buchherstellung, wie Pergament oder Farbpigmente, leisten. Arbeitskraft kostete im Mittelalter fast nichts, aber Rohstoffe und die aus ihnen hergestellten Materialien waren sehr teuer.
So fertigten gelehrige Mönche mit Gänsekiel und Drachenblut Handschriften, die bis heute einzigartige Bildwerke des Mittelalters sind.

Die Ausstellung ist für Kindergärten
und Schulklassen besonders geeignet.
Terminvereinbarung Kulturagentur
Tel. 09771/94 675.


Eintritt und Führung kostenfrei.